Planung mobiler Trennwände

Planung mobiler Trennwände - Schallschutz, Statik und Oberflächen

Eine mobile Trennwand ist kein Standardbauteil, das unabhängig vom Gebäude betrachtet werden kann. Damit eine Anlage später zuverlässig funktioniert, müssen Schallschutz, Deckentragfähigkeit, Bedienung, Parkierung, Türen, Oberflächen und Anschlussdetails frühzeitig abgestimmt werden.

Karl Günther plant, fertigt und montiert mobile Trennwände projektbezogen für Sie. Dadurch können technische Anforderungen, architektonische Gestaltung und praktische Nutzung bereits in der Planungsphase zusammengeführt werden.

Mobile Trennwände und Schallschutz

Der Schallschutz ist eines der wichtigsten Entscheidungskriterien bei mobilen Trennwänden. Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Hersteller mobiler Trennwände können (nur) einen geprüften Laborwert (db Rw,P) anbieten, nicht aber pauschal einen bestimmten Schallschutz im eingebauten Zustand (db R`w) garantieren.

Der angegebene Schalldämmwert einer mobilen Trennwand ist ein Prüfwert. Er entsteht unter definierten Bedingungen im Prüflabor. Ob dieser Wert später im Gebäude erreicht wird, hängt wesentlich von den bauseitigen Gegebenheiten ab. Dazu gehören Deckenanschlüsse, Bodenaufbau, Wandanschlüsse, Leitungsführungen, angrenzende Bauteile, Türen, Fugen und Flankenübertragung.

Schon kleinere Abweichungen gegenüber der Prüfsituation können die tatsächliche Schalldämmung im eingebauten Zustand beeinflussen. Deshalb muss der Schallschutz zusammen mit der gesamten baulichen Situation betrachtet werden. Eine hochwertige mobile Trennwand ist dabei ein wichtiger Baustein, ersetzt aber nicht die schalltechnische Abstimmung aller angrenzenden Gewerke.

Für viele Standardanwendungen ist die Mobilwand E8 mit Schalldämmwerten bis 45 dB eine wirtschaftliche Lösung. Wenn Besprechungen, Unterricht, Seminare, Tagungen oder parallele Veranstaltungen stattfinden, ist meist die Mobilwand E10 mit höheren Schalldämmwerten bis 58 dB die bessere Wahl.

Mobile Trennwände und Statik

Die Statik ist ein zentraler Punkt bei der Planung mobiler Trennwände. Die Elemente werden über Laufschienen geführt, die sicher an der bauseitigen Konstruktion befestigt werden müssen. Nicht jede Decke ist ohne Weiteres dafür geeignet.

Karl Günther betreibt sowohl eine Schlosserei als auch eine Schreinerei. Dadurch können wir nicht nur mobile Trennwände herstellen, sondern bei Bedarf auch passende Stahl-Unterkonstruktionen planen und ausführen. Das ist besonders wichtig, wenn die vorhandene Deckenkonstruktion nicht genügend Last aufnehmen kann oder wenn große Spannweiten, Installationen oder Bestandsdecken besondere Lösungen erfordern.

In solchen Fällen kann eine Stahlkonstruktion die Lasten der mobilen Trennwand sicher aufnehmen und die Voraussetzung für eine funktionsfähige Anlage schaffen. Gerade bei Bestandsgebäuden, Umbauten, hohen mobilen Trennwänden oder komplexen Neubauten ist diese Fähigkeit ein wesentlicher Vorteil.

Absenkmechanik bei schwierigen Deckenkonstruktionen

Für besondere bauliche Situationen kann Karl Günther auch mobile Trennwände mit Absenkmechanik umsetzen. Diese Lösung kommt infrage, wenn die Deckenkonstruktion nicht dauerhaft belastet werden kann oder wenn eine zusätzliche Stahlkonstruktion oder Bodenschiene nicht gewünscht oder nicht möglich ist.

Bei der Absenkmechanik wird das Element zum Verfahren in der oberen Laufschiene geführt. Beim Abstellen wird das Element über eine spezielle Mechanik auf dem Boden positioniert. Dadurch wird die Deckenkonstruktion entlastet und die mobile Trennwand kann auch unter schwierigen statischen Bedingungen eingesetzt werden.

Diese Lösung zeigt, dass Karl Günther mobile Trennwände nicht nur liefert, sondern technische Sonderlösungen für konkrete bauliche Probleme entwickelt.

Mobile Trennwände und Halbautomatik

Mobile Trennwände können manuell oder halbautomatisch bedient werden. Bei einer manuellen Anlage werden die Druckbalken und Dichtungen über eine Kurbel betätigt. Diese Lösung ist robust, wirtschaftlich und in vielen Fällen ausreichend - Haltbarkeitszeiten von mehr als 60 Jahren sind hier nach wie vor keine Seltenheit.

Die Halbautomatik bietet mehr Bedienkomfort. Die Elemente werden weiterhin von Hand in Position gefahren, die oberen und unteren Druckbalken fahren jedoch elektrisch ein und aus. Die Ansteuerung erfolgt über einen Schlüsselschalter. Dadurch wird der Aufbau und Abbau der mobilen Trennwand einfacher und komfortabler.

Halbautomatik ist besonders sinnvoll bei häufig genutzten Anlagen oder größeren Wandflächen. Typische Einsatzbereiche sind Schulen, Tagungsräume, Hotels, Konferenzbereiche, Veranstaltungsräume und öffentliche Gebäude. Schneller ist die Bedienung durch die Halbautomatik jedoch nicht. Das Kurbeln der Hand wird stattdessen von einem Motor übernommen.

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass eine halbautomatische mobile Trennwand elektrotechnische Komponenten enthält; das führt langfristig zu höheren Verschleiß- und Wartungskosten. Bei einem Stromausfall sollte darauf geachtet werden, dass die halbautomatische Anlage dennoch weiterhin über eine Handkurbel bedient werden (sog. Notbedienung).

Parkierung und Grundrissplanung

Eine mobile Trennwand muss nicht nur im geschlossenen Zustand funktionieren. Ebenso wichtig ist die Frage, wo die Elemente stehen, wenn die Wand geöffnet ist. Die Parkierung der mobilen Trennwand sollte deshalb frühzeitig in den Grundriss eingeplant werden.

Je nach Raumsituation können die Elemente seitlich, in Nischen, in separaten Parkbereichen oder über abgestimmte Schienenführungen angeordnet werden. Eine gute Parklösung sorgt dafür, dass die mobile Trennwand im Alltag nicht stört und der Raum bei geöffneter Anlage möglichst frei nutzbar bleibt.

Gerade bei Schulen, Hotels, Veranstaltungsräumen und öffentlichen Gebäuden entscheidet die Parkierung oft darüber, wie praktikabel die mobile Trennwand im täglichen Betrieb ist.

Elementanordnung bei mobilen Trennwänden

Mobile Trennwände bestehen aus einzelnen verfahrbaren Elementen, die je nach Raum, Nutzung und Bedienung passend angeordnet werden. Neben klassischen Normalelementen kommen dabei auch Teleskopelemente und Türelemente zum Einsatz. Dadurch kann die mobile Trennwand nicht nur Räume trennen, sondern auch Durchgänge, Fluchtwege und Bedienabläufe sinnvoll integrieren.

Das Normalelement bildet den Hauptbestandteil der mobilen Trennwand. Mehrere Normalelemente werden nacheinander aus dem Parkbereich in die Wandachse gefahren und ergeben im geschlossenen Zustand eine ebene Wandfläche. Sie übernehmen den größten Teil der Raumtrennung und können je nach Ausführung mit unterschiedlichen Oberflächen, Schallschutzwerten und technischen Details gefertigt werden.

Das Teleskopelement ist meist das abschließende Element der Anlage. Es sorgt dafür, dass die mobile Trennwand am Wandanschluss sauber verspannt und geschlossen werden kann. Dadurch werden Maßtoleranzen aufgenommen und die Wand erhält im geschlossenen Zustand ihre erforderliche Stabilität und Dichtwirkung.

Wenn ein Durchgang benötigt wird, können Türelemente in die mobile Trennwand integriert werden. Möglich sind einzelne Durchgangstüren im Element, fest angeschlagene Durchgangstüren oder zweiflügelige Lösungen mit Stand- und Gehflügel. Die passende Ausführung hängt davon ab, ob der Durchgang regelmäßig genutzt wird, ob Fluchtweganforderungen bestehen und wie die mobile Trennwand im Alltag bedient werden soll.

Die richtige Anordnung von Normal-, Teleskop- und Türelementen wird projektbezogen geplant. Entscheidend sind Raumgröße, Parkposition, gewünschter Schallschutz, Bedienung, Fluchtwege und die spätere Nutzung der getrennten Räume. Karl Günther stimmt diese Details frühzeitig mit Bauherr, Architekt und Fachplanern ab, damit die mobile Trennwand im täglichen Betrieb zuverlässig funktioniert.

Oberflächen und Gestaltung

Mobile Trennwände können optisch sehr unterschiedlich ausgeführt werden. Möglich sind nahezu alle gängigen Oberflächen und Farben, darunter Holz, Furnier, Melamin, HPL, Glas, Akustikoberflächen, beschreibbare und magnethaftende Flächen sowie schwer entflammbare Ausführungen wie B1.

Durch die schier unendliche Auswahl an Dekoren lässt sich die mobile Trennwand immer an Architektur, Innenausbau, Möblierung und Nutzung anpassen. Sie kann zurückhaltend in den Raum integriert oder bewusst als gestalterisches Element eingesetzt werden.

Auch akustisch wirksame Oberflächen, Lochungen, Filzfüllungen, Glasanteile, Sonderfarben oder projektspezifische Dekore sind möglich. So entstehen mobile Trennwände, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch gestalterisch zum Gebäude passen.

Planung direkt vom Hersteller

Karl Günther verbindet Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand. Dadurch können technische Anforderungen frühzeitig geprüft und mit der gewünschten Gestaltung abgestimmt werden. Für Bauherren, Architekten und Fachplaner bedeutet das: weniger Schnittstellen, mehr Planungssicherheit und eine mobile Trennwandlösung, die zum Projekt passt.

Ob Schallschutz, Statik, Halbautomatik, Parkierung, Türen oder Oberfläche – die beste Lösung entsteht, wenn alle Anforderungen frühzeitig gemeinsam betrachtet werden.

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